Schnuppertraining für Anfänger
Die Geilenkirchener Zeitung schrieb:
Gaby Müller vom BSC freute sich über die gewaltige Resonanz nicht nur bei den Mitgliedern. So waren alle Gruppen vom Kind über Anfänger bis zu den Erwachsenen vertreten. Verstärkt wurde die Truppe noch durch Judoka vom Gastverein JC Haaren.
"Ich bin davon beeindruckt, wie leicht er die Gruppe in der Hand hat", lachte sie. Für Außenstehende tat Andreas Kleegräfe dies mit strengen Kommandos in militärischem Ton. Doch anders ist den tobewilligen Kindern oft nicht beizukommen. Und bei "Kommando eins" sitzen sie auch alle brav in einer Reihe und lauschen den Worten ihres Trainers. Der erläutert in Kurzen, aber einprägsamen Sätzen, wie sich der eigene Körper bei der behutsamen Behandlung des Gegners zu bewegen hat. Dazu gehörte erst mal ein fit machendes Aufwärmprogramm mit viel Laufen. Erst danach durften sich die Kampfpartner langsam beschnuppern.
Nebeneinander laufen, dann mit Berührung der Füße und dann mit vollem Körpereinsatz, aber bitte sanft und mit Rücksicht, waren die Stufen des Berührens. Schließlich kam noch die Aufforderung "Jetzt müsst ihr euch soviel wie möglich anfassen, meinetwegen auch mit der Zunge". Dahinter steckt, dass die Schüler erst mal Gefühl für sich und ihren Gegner entwickeln sollen, bevor es in den Clinch geht.
Nach scheinbar spielerischen Einlagen mit viel Körperkontakt folgten dann die Schritte hin zu auch international anerkannten und gern benutzten Würfen, dem "Seoi-nage" und "Seoi-otoshi".
Vorübungen, Purzelbäume und immer wieder Demonstrationen durch Andreas Kleegräfe und seinen kleinen Assistenten Alex begleiteten die 80 Lernwilligen auf den Weg zum perfekten Wurf. "Zwischendurch muss ich natürlich ein paar Pausen machen, weil die Konzentrationsfähigkeit der Kleinen schnell nachlässt" berichtet der erfahrene Trainer. So folgten Spielrunden, bei denen die Kinder sich austoben. "Schildkrötenfangen" heißt so ein Spiel, bei dem die wenigen Fänger sich auf allen Vieren bewegen müssen. Dabei sollen sie versuchen, den Gegner aufs Kreuz zu legen. Wer sich diesem Schicksal nicht "entringt", gehört fortan auch zu den Fängern. Bei diesem Spiel kam aber nur einer durch, und besonderen Spaß hatten die Kinder natürlich dabei, ihre älteren Vereinskollegen auf den Rücken zu legen.
Und quasi "ganz nebenbei" lernten sie auch noch die Grundzüge von zwei wichtigen Würfen. "Für das, was ich heute mit euch gemacht habe, brauche ich normalerweise zwölf Wochen", sagte Andreas Kleegräfe anerkennend zum Schluss des Schnupperkurses in Sachen Judo.
Wer will ein Bild vom Lehrgang sehen?
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